Ein Kult-Fisch auf Reisen!
"Matjes-Weltenbummler-Tour"
Das geheime Tagebuch des Matjes Weltenbummler.
Literarisches Quartett mal ganz Solo!

- Karasek signiert "Matjes-mild bis makaber"
Der Kulturverein Lyra, Brunsbüttel, lud ein sehr bekanntes Gesicht zu einer amüsanten und hintersinnigen Lesung über das Leben, die Liebe und all den anderen Rest ein. Kein Geringerer als Helmut Karasek kam und nahm die Herausforderung an, den ganz großen Bogen in all seinen Facetten den Gästen näher zu bringen. Man muss schon sagen, der Mann hat es drauf, kurzweilig auf hohem Niveau zu unterhalten. Dass ich, als weitgereister Matjes, dann auch noch dem guten Mann ein Autogramm abschwatzen konnte, verstand sich von ganz alleine. Nachtrag: Bedauerlicherweise gibt es das literarische Quartett im TV nicht mehr, ich hätte mich sonst als Urlaubsvertretung für Herrn RR angeboten oder vorgeschlagen, man könne doch ein Quintett draus machen ;-))
Versprochen!
Ihr Lieben, ich habe euch ein wenig vernachlässigt! Das mache ich wieder gut, versprochen, denn ihr habt ein Recht darauf zu erfahren, was ich in der Zeit zwischen Oktober und März getrieben habe.
Ich kann euch sagen: Es war aufregend! Da war ein Date mit Roxette und Alan Parson. Jeah! Eine Stadttour durch Wien und ein, ähm, naja, sagen wir, peinlicher Besuch im Knast. Aber, so etwas bleibt nun mal nicht aus, wenn man mit Musikern und Künstlern zu tun hat. Im Gegenteil: Das gehört sich so, sonst ist man doch keiner von ihnen. Ist doch so, oder? Hmmm.
Naja, ich werde also in der nächsten Zeit auch die Kehrseite meiner Seele beichten.
Bis dahin: Behaltet mich im Auge ;-)
Eurer
Matjes
Kevin Costner und ich!
März 2010: Ihr werdet es nicht glauben, aber Frauke Schultz, meine nette Reisebegleitung in den letzten Wochen, hat es tatsächlich geschafft, dass ich Kevin Costner kennen lernen durfte. Ihr wisst schon, der mit dem Wolf tanzt. Dass er nicht nur tanzen sondern auch singen kann, bewies der Mann bei seiner Europatour mit "Modern West".
Er hat mir gesagt, dass er bald Vater wird. Costner und seine Frau überlegen, wie das Mädchen heißen solle. Mein Hinweis "Matjes" sei doch ein hübscher Name, wurde mit einem freundlichen Lächeln zur Kenntnis genommen. Hmmm.
Leider blieb nicht viel Zeit, um mit Coster zu sprechen, aber er signierte mich. Das finde ich klasse. Anschließend aßen Frauke und ich mit den Musikern der Band noch zu Abend. Hi, hi, nee, keinen Fisch. Irgendetwas mit Salat, glaube ich. Mehr findet ihr hier.
Ich bin froh wieder Zuhause zu sein, denn bald geht es wieder in die Welt hinaus.
Alles Liebe
Matjes Weltenbummler
Termin mit H. Potter
Oktober 2009: London! Was für eine Stadt. Bettina von Cossel lud mich zum Tee und ich eilte über den Kanal. Nicht nur wegen des Tees, nein, auch wegen der versprochenen Sightseeing Tour durch diese Metropole der Superlative. Madame Tussauds Wachsfiguren, Big Ben, ein Bobby (Warum heißen die eigentlich so?) und HARRY POTTER. Klar, dass ich aufgeregt war. Wir wollten ihn an der Victoria Station treffen, kurz vor seiner Abreise nach Hogwarts. Aber dieser Berufsverkehr in London! Sie glauben ja gar nicht, wie viele Menschen zur selben Zeit meinen, ein und dieselbe Straße nutzen zu müssen. Wie sagte noch Herbert Grönemeyer in seinem Lied "Mambo"? "Ham´ die kein Zuhause?" Meine Erkenntnis: Nee, ham´ die nich´. Als wir dann rennend und keuchend am Bahnsteig 9 3/4 ankamen, hörte ich noch den Hogwart-Express abfahren. Naja, das Date mit Potter hätte wohl so oder so nicht geklappt. Ich kam nicht durch die Wand! Drei Beulen zieren noch heute meinen schuppigen Kopf! Hier das Beweisfoto. Aber fast hätte ich meinen Termin es geschafft. Fast!
Ich war ja so frustriert, ich wollte mich in der Themse ersäufen. Siehe Foto! Doch Bettina meinte, dass das schwierig werden könnte. Wegen meiner Herkunft, und so. Sie empfahl mir, im Verlag anzurufen, mir die aktuellen Verkaufszahlen meines Buches durchgeben zu lassen und dann endlich zu entspannen. Welch` weise Frau! Es klappte und ich bin wieder der ich bin: Ein Fisch mit Mission!
Artikel in der Norddeutschen Rundschau
Schauen Sie mal hier rein!
Entlang der Packeisgrenze
ab 29.09.2009: Auch ohne Pelzfutter machte ich auf meiner ersten Arktisexpedition eine gute Figur, glaube ich. Während alle anderen bibberten und beim Gang an Deck der M/S Origo auffallende Ähnlichkeit mit tibetanischen Yetis hatten, konnte ich mich cool zurücklehnen. Wir Ex-Heringe sind da nicht so verweichlicht wie die Spezies Mensch. Naja, ok, die meiste Zeit saß ich unter Deck und beobachtete diese herrliche Natur nur aus dem Fenster. Aber was macht das schon.
Es ging zu Orten, deren Namen ich kaum aussprechen kann: Svalbards, Moffen, Alkefjellet, Repøyane und Sjuøyane. Ich gebe zu, mir liegen einfache Worte wie Emden, Glückstadt und Hamburg mehr. Dennoch war ich sehr beeindruckt von dieser Landschaft. Welch´ wunderbare Natur! Da merkt man erst, wie klein man selber ist.
Nach einer ruhigen Nacht vor Anker fuhren wir durch das Treibeis. Alles war Licht. Die gesamte Landschaft um uns herum strahlte. Kapitän Per Andersson schipperte uns durch das Eis und man stand an der Reling und hoffte auf Eisbären. Aber, anders als beim Fernsehen, kann man eben nicht so lange zappen bis einem etwas gefällt. So mussten wir auf unsere erste Begegnung mit diesen knuddeligen Tierchen warten.
Was aber in Sicht kam waren zwei Walrosse auf einer Eisscholle.
Telse Adams, meine charmante Reisebegleitung, machte mich mit dem Fotografen Norbert Rosing bekannt. Ein Mann, der sich mit der Arktis wahrlich gut auskennt. Da war es mir auch gar nicht mulmig zumute, als tatsächlich Eisbären in Sicht kamen. Hungrige, große, wilde Eisbären! Irgendwie hatten die so gar nichts von ihrem Kollegen Knut an sich. Für diejenigen, die wissen wollen, ob ich übertreibe: hier ein kleiner Film des Bayrischen Fernsehen. Ein Team von denen war zeitweise an Bord und hat einen Eisbären-Secial gedreht, den Sie übrigens am 3.1.10 auf BR3 in "Welt der Tiere" sehen können.
Ich gestehe, dass ich mich wesentlich wohler fühlte, als wir wieder unter Deck saßen und zum gemütlichen Teil übergehen konnten. Sie wissen schon: viel Grog und noch mehr gutes Essen. ;-)
Und damit bei der Autogrammstunde die Hand nicht zittert, parkte der Kapitän die M/S Origo mal kurz an einer Eisscholle.
Auf dem Foto sehen Sie mich, Norbert Rosing, unseren Fahrtleiter Rolf Stange und meine stets gut gelaunte Reisebegleiterin Telse Adams. Ich möchte ihnen allen für diese aufregende Zeit danken, und bin mir sicher: Aus dieser Perspektive hat noch kein Matjes die Aktis gesehen!
In einem Taxi nach Paris!

- Michy Reincke in concert
22.08.2009: Vierundzwanzig Stunden später. Noch völlig heiser und übernächtigt von meiner ersten Rock-Nacht bekam ich heute eine Zugabe. Als Überraschung sozusagen. Birgit hauchte mir nur verschwörerisch zu: „In einem Taxi nach Paris“ Erst überlegte ich: Jetzt will sie mit mir nach Frankreich durchbrennen. Dann dachte ich: Naja was soll´s. Doch weit gefehlt. Wir stiegen ein weiteres Mal in ihr Auto und fuhren nach Hamburg.
Doch statt in den Hafen ging es schon wieder in ein Wahnsinns-Rockkonzert. Michy Reincke & seine Band. Na, da wusste ich doch, was das mit dem "Taxi nach Paris" sollte. Auch bei Michy ging die Post ab. Schade, dass ich kein blonder Matjes bin. Sonst hätte ich bei dem Lied „Für immer blond“ mein Talent an der Mundharmonika unter Beweis stellen können. Pusten – ziehen – pusten – ziehen – das hätte ich total gut gekonnt.

- Michy mit mir und Birgit
Dann hat Michy Reincke unser Buch auch noch signiert. Und zwar mit einem besonderen Eintrag. „Unterwegs mach es gut – jetzt ist schön!“ Das ist eine Zeile aus seinem neuen Song „Jetzt ist schön!“ der erst im kommenden Oktober an die Öffentlichkeit kommt. Jeah! Und bei mir steht es schon heute.
In der Nacht habe ich überlegt, ob er extra für mich „Nächte übers Eis“ gesungen haben könnte. Ich hatte ihm nämlich gesagt, dass mein nächster Stopp die Arktis sein wird.
Tschüß!
Wir sehen uns nächste Woche bei den Eisbären und Eisbärgen!
Heinz Rudolf Kunze: Mann mit Matjes

- Fast wie ein Gedicht. HRK signiert mich.
21.08.2009: Gleich nach dem Mittagessen ging es los. Nach vielen nervigen Staus auf der Autobahn erreichten wir am Nachmittag Bückeburg, unser Ziel. Dort wurde ein Reformationsjubiläum gefeiert und Heinz Rudolf Kunze machte gemeinsam mit Purple Schulz den Auftakt auf dem Bückeburger Marktplatz. So bunt wie die Geschichten in meinem Buch war dann auch das Programm, das geboten wurde. Es dauerte nicht lange, da hatte es mich und all die anderen gepackt. Toll, diese Musik! Fast so gut wie mein Herings-Rap.

- Ein Musiker der Extraklasse!
Viel zu schnell war das Konzert zu Ende. Doch für mich wurde es jetzt erst richtig spannend. Birgit, meine Lektorin, führte mich durch ein paar geheime Gänge und plötzlich standen wir vor Heinz Rudolf Kunze. Wow! Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Und glauben Sie mir: Das kommt selten vor! Wussten Sie, dass er gerne Austern mag? Ich nicht. Und trotzdem unterschrieb er das Buch und wünschte mir „Bon voyage!“. Netter Mann. Hatte ihm noch vorgeschlagen, er könne doch ein Lied über mich schreiben.
Da hat HRK nur gelächelt.
(Auszug aus der Presse)
Es geht los!
14.08.2009: Mit warmen Worten des Bürgermeisters von Wewelsfleth und einem angemessenen Blitzlichtgewitter seitens der Presse wurde ich heute verabschiedet. Meine Reise beginnt. Es gibt kein Zurück mehr! Gut so. Ich bin also auf dem Weg zu Heinz Rudolf Kunze. Zwar fliege ich nicht erster Klasse nach Bückeburg, sondern liege in einer Reisetasche, aber als Fisch habe ich gelernt, mich zu bescheiden. Wichtig ist doch, dass ich heil ankomme. Und dafür wird Birgit Rentz, meine Reiseführerin nach Bückeburg, schon sorgen. Sie hat mir auch versprochen, ich könne backstage. :-)
Nicht dass Sie denken, ich sei ein Groupie! Ich bin einfach nur ein musikalischer Fisch und einem Fachgespräch mit Gleichgesinnten nicht abgeneigt.
Wollen Sie mal hören? Nein? Schade.
Wir sehen uns in Bückeburg!
NACHTRAG: Das sagt die Presse über die "Weltenbummler-Tour"
Die Spannung steigt
13.08.2009: Die Gräten sind gepackt, die Fans stehen schon an der Straße, die Presse wartet. So muss es sein. Als bekanntester Hering, Künstlername "Matjes", hat man da ja Ansprüche. Meine Kollegen Bismarck und Rollmops sind nie über ihren Tellerrand hinausgekommen. ICH aber werde sie sehen, die Welt. Versteckt in den Seiten eines Buches, werde ich Orte besuchen, die noch nie ein Matjes zuvor gesehen hat.
An dieser Stelle werde ich berichten, wie es mir ergangen ist und wen ich alles traf. Kommen Sie mit! Seien Sie auf dieser Reise mein Gast.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Matjes Weltenbummler







